Michael Bielicky

Perpetuum Mobile hieß 1986 eine der ersten in Düsseldorf entstandenen Videoarbeiten von Michael Bielicky. Bielicky hat sich wortwörtlich von Technikschub zu Technikschub, von Stop-Motion über U-matic, Time Base Correction mit DOC hin zu GPS, Internet und Echtzeitdaten unermüdlich immer wieder neu erfunden und parallel zum Verfeinerungsprozess der Technik durch die Industrie, die ästhetischen Fehler im Geist der Maschine provoziert und dokumentiert. Seit 2005 entwickelt Bielicky gemeinsam mit Kamila B. Rchter webbasierte, oft interaktive Projekte, bei denen Echtzeitdaten aus dem Netz das Narrativ steuern. Animierte Geschichten werden von Börsendaten, Nachrichten, Twitter etc., oft auf eine absurde Art und Weise, beeinflusst und gesteuert  – zuletzt u.a. in Lost Objects, Nationaltheater Prag (2015) und Lost, Apollonia, Strasbourg (2016). Im ersten Quartal 2017 ging die Einzelausstellung LOST am Centro de Arte Contemporáneo Wifredo Lam in Havana, Cuba nach Verlängerung zu Ende.

Seit 2006 ist Michael Bielicky Professor des Fachbereichs Digitale Medien an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.

Werke

Vortext, 2020