Das Farsi Film Festival richtet sich an Filmbegeisterte und Menschen, die sich für die iranische und afghanische Kultur sowie für die Sprache Farsi (Persisch) interessieren und an Menschen, die sich über die Situation im Iran und in Afghanistan informieren und sich mit den Menschen dort solidarisieren wollen.
Seit über 1400 Tagen werden Millionen Mädchen in Afghanistan zum Schweigen gebracht, ihre Klassenzimmer verschlossen und ihre Zukunft kontrolliert, während die Welt schweigend zuschaut. Das diesjährige Farsi Film Festival eröffnet mit dem Film Writing Hawa, einem eindrucksvollen Dokumentarfilm über den Kampf afghanischer Frauen um Bildung. Eine Geschichte, die mit Hoffnung und Entschlossenheit beginnt und mit der Rückkehr der Taliban endet, wodurch Träume in Unsicherheit hängen bleiben. Indem wir hier beginnen, erinnern wir uns daran, dass das Kino Zeugnis ablegen kann, wo Stimmen unterdrückt werden.
Das Thema Kino und Frauen zieht sich durch das gesamte Programm dieses Jahres. Von 1001 Frames, das den Male Gaze offenlegt und die #MeToo-Bewegung widerspiegelt, bis hin zu The Vanishing Point, einer poetischen Collage, die die Dokumentation von Stimmen, Hoffnungen und Ängsten von Frauen feiert.
Neben diesen Werken werden auch mutige, neue, surreale Visionen präsentiert, wie Universal Language, sowie zeitlose Meisterwerke des iranischen Kinos wie Salaam Cinema und Wo ist das Haus meines Freundes?. Zum 130. Jubiläum des Kinos wurden diese Filme kuratiert, um die dauerhafte Stärke des Kinos zu bekräftigen: Ungerechtigkeit zu konfrontieren, Resilienz zu feiern, Erinnerung zu bewahren und neue Möglichkeiten für das Vorstellen der Zukunft zu eröffnen.
Zuschauer*innen sind eingeladen, gemeinsam mit anderen Cineast*innen in dieses kraftvolle Kino einzutauchen.
Weitere Informationen zur Veranstaltung hier.