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Cali x Karlsruhe – kooperatives Kunstwerk im Museo La Tertulia ausgestellt

10. Januar 2024

Im Sommer 2023 begann der Künstler*innen Austausch der beiden Creative Cities of Media Arts Karlsruhe und Cali (Kolumbien). Lucía Diegó (Cali) und Desiree Kabis (Karlsruhe) wurden unter den Bewerber*innen ausgewählt, unter der kuratorischen Leitung von Beatrice Zaidenberg ein gemeinsames Medienkunstwerk für den öffentlichen Raum zu erschaffen. Mit einem mehrwöchigen Besuch Diegós im August in Karlsruhe begann die Konzeption und Produktion des Werkes My name is Samanea saman, das nun am 2. November in den Gärten des Museo La Tertulia enthüllt wurde.

Gleichzeitig zu dem SCHLOSSLICHTSPIELE Light Festival und Medienkunst ist hier, besuchte die kolumbianische UNESCO Delegation rund um Lucía Diegó Karlsruhe. Zu Beginn noch im persönlichen Austausch, wurde hier zwischen Besuchen im ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe der Grundstein für die bevorstehende kooperative Arbeit geleistet. Das Ziel war es von Anfang an das entstehende Medienkunstwerk in Cali während des jährlich stattfindenden Cluster Treffens der UNESCO Creative Cities of Media Arts zu präsentieren und 2024 das Werk am ZKM Karlsruhe auszustellen. Mit der Enthüllung von My name is Samanea saman am 2. November 2023 wurde der vorläufige Höhepunkt der Kooperation der internationalen Medienkunst-Gemeinschaft präsentiert. Der 3D-gescannte Samán-Baum wurde auch als digitaler Zwilling in das Casa de Mono projiziert. Nicht nur Mitglieder der Medienkunststädte, sondern auch internationale Medienkünstler*innen und Expert*innen waren geladen worden, die in den Gärten des Museo La Tertulia das Ergebnis des Künstler*innen Austauschs in einer feierlichen Eröffnungszeremonie erleben durften.

Das Kunstwerk – My name is Samanea saman

Der Samán-Baum im Museo La Tertulia widerstand Wetter, Jahreszeiten und menschlichen Entscheidungen, erlebte den Museumsbau und Veränderungen in seiner Umgebung. Als stiller Beobachter behält er Wandlungsprozesse in Erinnerung, ohne zu urteilen. Zwischen den Ästen des Samán-Baums laden farbige Stoffbahnen Besucher*innen ein, sich mit der Umgebung zu verbinden. Künstlerische Prothesen unterstützen das Wachstum des Baums, während ein Smartphone-Audiowalk Erinnerungen und Geschichten über Transformation, Zeit und Widerstand teilt.

Oft wird die Natur angeführt, um zu argumentieren, dass der Unterschied zwischen den Geschlechtern normal ist und alles, was nicht der Heteronorm entspricht, als “unnatürlich” abzustempeln. Dabei gibt es in der Pflanzen- und Tierwelt viele Beispiele für gleichgeschlechtliche Beziehungen und Fortpflanzung. Wenn wir Geschlechts- und Rollenklischees hinter uns lassen, können wir auch Normen, Erwartungen und Stereotypen loswerden. Das Kunstwerk My name is Samanea saman regt dazu an, über Queerness und die Verbindung zwischen Menschen und Natur nachzudenken.

Cali x Karlsruhe

Das kooperative Projekt unter der kuratorischen Leitung von Beatrice Zaidenberg wurde im Rahmen des Projektförderprogramms 2023 durch die UNESCO Creative City of Media Arts Karlsruhe gefördert. Es reiht sich damit als drittes Projekt mit Karlsruher Beteiligung in die City to City Reihe ein, im Zuge derer 2020 das erste koproduzierte Kunstwerk geschaffen wurde. Das ursprünglich digitale Projekt told-hold aus dem Jahr 2021 war auch in Form einer physischen Installation bis 8. Dezember ebenfalls in Cali zu sehen.

Künstler*innen

Kabis, Desiree
Diegó, Lucía

Werke

My name is Samanea saman, 2023
10. Januar 2024