Uraufführung als Videofries und Außenbeleuchtung (PhonoLuxMaschine)
in der Kinemathek Karlsruhe am 12. März 2026 um 19 Uhr
Präsentation bis 30.04.2026
Die Videoarbeit Himmelssturz wurde von IRIS-A-MAZ für die PhonoLuxMaschine entwickelt. Die Präsentation als Fries im Foyer der Kinemathek wird zum Raumelement und lässt das Video wie ein Fresko oder Gemälde wirken. Es verbindet Elemente der Renaissance mit den zeitgenössischen Methoden der Medienkunst.
Stürzen wir gerade auf eine Apokalypse zu oder ist das Fallen der immanente Zustand des Universums? Endet der Sturz jemals und wenn ja, wann? Gibt es dann auch Hoffnung auf eine weiche Landung?
Wenn wir daran denken zu Fallen, dann steigt in uns das Gefühl des absoluten Kontrollverlusts auf, Höhenangst gibt uns davon eine kleine Vorstellung. Und doch kann man den freien Fall auch als Moment der absoluten Befreiung verstehen – nichts spielt mehr eine Rolle, denn alles scheint vorausbestimmt.
Nur wer die Elemente beherrscht, kann fliegen.
Fallen und Fliegen sind wiederkehrende Motive in antiken Mythen und biblischen Szenen. So stürzten Phaeton und Ikarus in Folge ihrer Selbstüberschätzung, Phaeton zerstört dabei auch noch Teile der Welt. In der Bibel ist der Sturz eine göttliche Strafe. Luzifer wurde aus dem Himmel gestürzt und es heißt, die Ungläubigen werden beim jüngsten Gericht auch hinabgestoßen – wie bei Peter Paul Rubens Gemälde Höllensturz der Verdammten (1620). Dieses Bild diente dem Künstlerduo IRIS-A-MAZ (Iris Holstein & Matthias Hederer) als Ausgangspunkt für ihre neueste Arbeit. Es verwandelt das Fallen in der Videoarbeit Himmelssturz in einen steten Zustand, wie er manchmal in Träumen auftaucht.
Das Video im Foyer der Kinemathek erzählt von der Ungewissheit, dem Sturz als Übergang von einem Zustand zum Andern, so wie das Foyer der Übergang von der realen Welt in die Welt des Kinos ist.