Walter Giers

Walter Giers wurde 1937 in Mannweiler geboren. Ab 1955 machte Walter Giers Jazzmusik. 1963 schloss er die Ausbildung an der Werkkunstschule Schwäbisch Gmünd ab und arbeitete zunächst als Industriedesigner, bevor er 1969 erstmals Kunstobjekte ausstellte. 1992–93 lehrte er an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Walter Giers lebte in Schwäbisch Gmünd.

Der in der Tradition der kinetischen Kunst stehende Künstler, Designer und Jazzmusiker Walter Giers (1937–2016) gehört mit seinen elektronischen Licht-Klang-Kunstwerken zu den wichtigsten Vertretern der Medienkunst aus Baden-Württemberg. 1969 beginnt er mit dem Bau von ersten zweckfreien Objekten aus elektronischen Bauteilen. Durch Anfassen und das Bedienen von Schaltelementen kann der Betrachter in spielerischer Kommunikation dynamische Prozesse in Gang bringen. 1973 gibt Giers die taktilen Komponenten bei seinen Objekten auf und beginnt, Zufallsgeneratoren zu integrieren. Die Werke entfalten ein Eigenleben, indem sie Impulse von Licht, Tönen oder Bewegung aus ihrer Umwelt aufnehmen und – gesteuert von Zufallsgeneratoren – in optische oder akustische Formationen umsetzen. Zahlreiche lyrischmeditative Licht-Klang-Skulpturen sollen Assoziationen bei den Betrachtenden auslösen. Leuchtfeld-Arbeiten gliedern große Räume, und Geräusch-Objekte wirken in teilweise aggressiver Weise mit ihren akustischen Effekten in den Ausstellungsraum hinein. Alle Arbeiten von Walter Giers verbinden einen klar konstruktiven äußeren Aufbau mit einer komplexen Technik. Sie treten über optische oder akustische Reaktionen in Dialog mit ihrem Publikum.

Werke

Funkelnder Kubus, 2020