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Juryentscheidung zum UNESCO-Projektförderprogramm 2026 für Medienkunst

12. Oktober 2026

Die Jury des UNESCO-Projektförderprogramms für Medienkunst 2026 hat acht Projekte von knapp 40 Einreichungen zur Förderung ausgewählt. Die Stadt Karlsruhe stellt dafür insgesamt 100.000 Euro bereit. Das Programm soll die medienkünstlerische Vielfalt in der Region stärken und den Austausch zwischen den unterschiedlichen Szenen national und international anregen.   Zum zweiten Mal waren Medienkünstlerinnen und-künstler, Kunstschaffende und Initiativen aus ganz Baden-Württemberg aufgerufen, sich zu bewerben. Angeregt wurden Kooperationen mit Kunstschaffenden aus anderen Creative Cities weltweit.

Die Förderung soll Medienkunst sichtbarer machen, experimentelle Formate ermöglichen und die regionale Szene gemeinsam mit dem UNESCO Creative Cities Netzwerk langfristig weiterentwickeln. Damit setzt die Stadt Karlsruhe ihr Engagement für Medienkunst auch unter schwierigen finanziellen Haushaltsbedingungen fort.  

Gefördert werden: das Kollektiv Das Shining; das Kollektiv Francis Karat; Laura Gaiser; Hoin Ji; Luise Peschko; David Tanner und Jiyeong Lee; Carmen Westermeier, Tania Cortés Becerra und Oscar Bahamonde; Lea Wolf und Filip Roca.  

Inhaltlich rücken die ausgewählten Vorhaben das gesellschaftliche Miteinander in den Mittelpunkt. Sie fragen: Wer kommuniziert mit wem? Wie verhalten wir Menschen uns gegenüber nicht-menschlichen Akteurinnen und Akteuren?

Und wer darf entscheiden, was Kunst ist?   Im Sommer 2027 werden die geförderten Projekte in der Ausstellung „Media art is here“ präsentiert. Besuchende erwartet ein Programm aus Medieninstallationen und Aktionen, die den öffentlichen Raum in Karlsruhe mit unterschiedlichen technischen Mitteln interaktiv erfahrbar machen und neue Perspektiven auf die Stadt eröffnen. Wie schon in diesem Jahr sind auch wieder Arbeiten dabei, die internationale Netzwerke nutzen und den Dialog zwischen Baden-Württemberg und anderen UNESCO Creative Cities fortführen.  

Zur Fachjury unter Vorsitz der Kulturamtsleiterin Dr. Dominika Szope gehörten John Bock (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe), Daniela Burkhardt (UNESCO City of Media Arts, Kulturamt der Stadt Karlsruhe), Prof. Charlotte Eifler (Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe), Daria Mille (ZKM I Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe) und Sebastian Schneider (Karlsruhe Marketing und Event GmbH).