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Juryentscheidung zum Projektförderprogramm 2025 für Medienkunst

7. August 2025

Die Jury des UNESCO-Projektförderprogramms für Medienkunst hat am 8. Juli 2025 über die diesjährigen Förderungen entschieden. Erstmals konnten sich Medienkünstler*innen, Kunstschaffende und Initiativen aus ganz Baden-Württemberg bewerben. Ziel des Programms ist es, die medienkünstlerische Vielfalt in der Region zu stärken und den Austausch zwischen unterschiedlichen Szenen im Land anzuregen. Die Förderung soll die Sichtbarkeit von Medienkunst erhöhen, experimentelle Formate ermöglichen und zur nachhaltigen Entwicklung der regionalen Medienkunstszene beitragen.

Nach intensiver Prüfung und mehrstufiger Auswahl entschied die Jury, von den knapp 40 eingereichten Anträge sieben Projekte mit einer Gesamtsumme von 79.300 Euro zu fördern. In Zeiten allgemeiner Sparmaßnahmen setzt die Stadt damit ein deutliches Zeichen für die Relevanz von Medienkunst und bekräftigt ihr Engagement, diese zukunftsweisende Kunstform auch unter schwierigen finanziellen Bedingungen zu unterstützen und sichtbar zu machen.

Die ausgewählten Vorhaben greifen aktuelle Fragestellungen auf, die von ökologischen und städtischen Transformationsprozessen bis hin zu digitalen und partizipativen Formaten reichen. Thematische Schwerpunkte sind unter anderem:

  • Natur- und Umweltbeobachtungen: Projekte, die ökologische Phänomene sichtbar machen und mit künstlerischen Mitteln auf Klimaveränderungen, urbane Natur oder Mikroökosysteme reagieren.
  • Interaktive Stadträume: Medieninstallationen und Aktionen, die Schaufenster, Flächen oder öffentliche Räume in Karlsruhe und darüber hinaus bespielen und die Bevölkerung aktiv einbeziehen.
  • Globale und gesellschaftliche Bezüge: Künstlerische Arbeiten, die politische und soziale Themen aufgreifen, internationale Netzwerke nutzen und den Dialog zwischen Baden-Württemberg und anderen UNESCO Cities of Media Arts fortsetzen.

Mit dem Programm unterstützt Karlsruhe als UNESCO City of Media Arts erneut die Weiterentwicklung innovativer Medienkunst und die regionale Verankerung dieser dynamischen Szene. Weitere Informationen zu den ausgewählten Projekten werden bald bekannt gegeben.

Zur Fachjury unter Vorsitz der Kulturamtsleiterin Dr. Dominika Szope gehörten Daniela Burkhardt (UNESCO City of Media Arts, Kulturamt der Stadt Karlsruhe), Anja Casser (Badischer Kunstverein Karlsruhe), Prof. Susanne Kriemann (Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe), Prof. Marijke van Warmerdam (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe) und Philipp Ziegler (ZKM I Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe).